Bundeskongress 2016

HOCHKARÄTIG UND HOCHAKTUELL

Über ein volles Haus konnte sich das AÜG Netzwerk bei seinem diesjährigen Bundeskongress freuen. Das voll besetzte Detmolder Sommertheater bot einen angemessenen Rahmen für die exzellenten Fachvorträge aus Wirtschaft und Wissenschaft, die das weitgespannte Themenfeld „Change = Chance“ aufgriffen.

Veranstalter wissen seit jeher, warum sie einem hochkonzentrierten Kongressgeschehen die unterhaltenden Freuden eines geselligen Abends voranschalten. Denn die Möglichkeit, sich zwanglos kennenzulernen und auszutauschen, gibt dem Menschlichen einen Raum, der noch frei ist von konkreten inhaltlichen Vorgaben. So wurde das festliche Essen im Bad Meinberger „Stern“ zum rundum gelungenen Vorlauf für die Highlights des folgenden Tages. Vorab hatte bereits Hans-Jürgen Matern von der Metro Group in seiner Dinner-Speech Appetit auf die vielfältigen Chancen von Wandlungsprozessen gemacht. Und wenn dann noch ein brillanter Musiker, Stimmenimitator und Kabarettist wie André Hartmann von lockerer Bühne herab seine geistreichen und witzigen Sentenzen zum Besten gibt, bleibt bei herzlichem Lachen kein Wunsch offen. Dabei war der ebenso gekonnte wie offen gehaltene und spontane Einbezug des Publikums die eindrucksvolle Stärke dieses Auftrittes – und das ebenso spontan wie selbstbewusst reagierende Publikum lieferte ein gelungenes Warming-Up für den kommenden Veranstaltungs-Tag.

In bester persönlicher Verfassung also konnte am folgenden Tag in den Vortrags-Marathon des ÄUG-Bundeskongresses gestartet werden. Eine stattliche Reihe exzellenter Fachleute war aufgeboten, das diesjährige Kongressthema „Change = Chance“ aus jeweils spezifischer Perspektive zu beleuchten. Und da blieb das eine dem anderen nichts schuldig, wenngleich natürlich nicht verschwiegen werden kann, dass Ranga Yogeshwar dank seiner TV-Popularität in besonderer Weise im Rampenlicht der allgemeinen Aufmerksamkeit stand. Dieser professionell herausragende Redner gewann den inneren Zuspruch der Teilnehmer im Nu – nicht zuletzt geschuldet der intelligenten Heiterkeit, mit der er Privates in seine Ausführungen zu flechten verstand.

Doch auch die anderen Referenten dieses Tages überzeugten durch ihre brillanten und teils sehr lebensnahen Perspektiven auf das Themenfeld. Allen voran gelang es Prof. Dr. Fatar, seine Zuhörer zu berühren, indem er die Abläufe aber auch Anforderungen von Veränderungsprozessen derart anschaulich und allgemein nachvollziehbar darstellte, dass sich manch einer im Auditorium persönlich angesprochen fühlte. Natürlich wurden auch streng fachspezifische Bereiche beleuchtet, wie etwa die juristischen Fragen zu gesetzlich anstehenden Veränderungen, vorgetragen von Dr. Bissels. Arnd Paas, Vorstandsmitglied der Sparkasse Paderborn-Detmold, informierte unterhaltsam und aus eigener Erfahrung berichtend über die geschäftlich-strukturellen Anforderungen digitaler Change-Prozesse. Und mindestens ebenso sehr getragen von den eigenen Erfahrungen mit geschäftlichen Veränderungen stellte sich Roland Smyczek, Geschäftsführer der Smyczek GmbH vor, der eindrucksvoll, da zutiefst begeistert und damit begeisternd, regelrecht Lust machte auf die vielfältigen Formen von Veränderungsprozessen.

Geschäftsführer Sven Thurau, der den Kongress eröffnete, und ebenso sympathisch wie kundig das aktuelle Firmenprofil skizzierte, teilte sich inszenatorisch die Rahmengestaltung des Tages mit seinem Vater Horst Thurau, Gründer des AÜG-Netzwerkes. Dieser hatte Thomas Ries auf die Bühne geladen, und im offenen Gespräch skizzierten beide in beeindruckender Weise, mit welch enormer positiver Kraft Lebens- und Berufsgestaltung auch unter schweren privaten Konditionen proaktiv möglich sind.

Wieder einmal löste der AÜG Bundeskongress all jene Erwartungen ein, die in moderner Zeit und unter heutigen Bedingungen an die mentale und praktische Aufstellung eines landesweit agierenden Dienstleistungsunternehmens zu richten sind.